Herzlich Wilkommen auf der Website der Gemeindewerke Gerstungen. Wir möchten Ihnen nützliche und interessante Informationen über unseren Ver- und Entsorgungsbetrieb anbieten. Auf dieser Seite finden Sie alles über unsere Dienstleistungen, unser Personal, sowie alles rund um unseren Eigenbetrieb.

Die "Gemeindewerke Gerstungen" sind ein Eigenbetrieb der Gemeinde Gerstungen. Als solcher bilden sie auf der Grundlage der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) in Verbindung mit der Thüringer Eigenbetriebsverordnung (ThürEBV) eine rechtliche Einheit mit der Trägerkörperschaft "Gemeinde", sind in ihrer Wirtschaftsführung aber selbständig und unterliegen damit betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Grundsätzen. Die Rechtsform des Eigenbetriebes bietet in Zeiten leerer Gemeindekassen die beste Möglichkeit für unsere Gemeinde zur wirtschaftlichen Zweckerfüllung durch effizientere Gestaltung der Aufgabenbereiche in wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht.

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Wappen der Gemeinde Gerstungen

Aktuelles

Di 09.02.2010 14:33 - ZDF-Abenteuer Wissen Begehrtes Salz - Segen und Fluch des weißen Goldes (Sendetermin Mi-17.02.2010 22:15 - 22:45 im ZDF)

Im Innern der Erde schlummert ein ganz besonderer Schatz: Kalisalz. Der Mineraldünger ist ein Exportschlager Deutschlands - aber ein großes Problem: Die Überreste der Düngerproduktion verseuchen nachhaltig Böden und Flüsse. Dazu kommt: Der Rohstoff ist irgendwann aufgebraucht. Was passiert dann mit der Nahrungsmittelproduktion? In Kenia werden derzeit erste Versuche gemacht, wie die Menschheit zukünftig auch ohne Kunstdünger ernährt werden kann.

Der Abbau von Kalisatz ist ein Hightech-Unternehmen. Doch es zeigt sich zunehmend, dass der tiefe Eingriff ins Erdinnere schwerwiegende Folgen für die Natur haben kann. Besonders die Region zwischen Hessen und Thüringen entlang der Werra kämpft mit den Auswirkungen.

Den "Monte Kali" kann man nicht übersehen: Über 200 Meter hoch, künstlich aufgeschüttet aus fast 150 Millionen Tonnen Abfall-Salz. Mit mehr als 1.000 Quadratkilometern Fläche liegt hier tief unter der Erde Deutschlands größte zusammenhängende Kali-Lagerstätte. Hier ruhen die Reste eines vor mehr als 250 Millionen Jahren eingetrockneten Meeres - darunter Kalisalze.

Unter Tage wird die Routine der Bergleute vom Rhythmus der Sprengungen bestimmt. Höchste Sicherheitsvorkehrungen gegen die größte Gefahr in den Stollen: CO2. Das Gas ist an manchen Stellen im Salz gebunden. Bei einer Explosion kann es schlagartig freigesetzt werden, der Stollen wäre dann eine Todeszone.

Circa 70.000 Tonnen Salz werden pro Tag abgesprengt. Mit gigantischen Maschinen wird die weiße Fracht ans Tageslicht befördert: Kalisalz für Dünger, Steinsalz auf den Abraum. Der Berg im romantischen Werratal wächst jeden Tag um 20.000 Tonnen. In den nächsten drei Jahrzehnten wird er seine Größe sogar noch verdoppeln.

Der Bedarf an Kalisalz ist immens. Die ständig wachsende Weltbevölkerung will ernährt werden. Doch das Salz aus der Düngerproduktion schafft auch Probleme für die Umwelt. Die riesigen Abraumhalden lagern den Salzabfall für immer unter freiem Himmel. Eine Verwendung ist nicht möglich.

Außerdem werden in die Werra Jahr für Jahr rund sieben Millionen Kubikmeter salzhaltige Abwässer eingeleitet. Hier liegen die europaweit höchsten genehmigten Grenzwerte für die Salzbelastung. Zusätzlich wird die aggressive Salzlauge aus der Düngerproduktion unter Tage verpresst - bisher in der Menge des Bodensees.

Doch dort bleibt das Gift nicht. Das Trinkwasser ist bedroht, die ersten Brunnen unbrauchbar. Das Umweltproblem für die Region ist enorm. Die Werra ist der am stärksten mit Salz belastete Fluss Deutschlands. Mittlerweile leben Salzwasserkrebse im Süßwasserfluss. Oberhalb der Abwässereinleitung aus der Kali-Industrie ist die Werra ein normales, lebendiges Gewässer. Unterhalb ist sie ökologisch fast tot.

Der Schweizer Wissenschaftler Hans Rudolf Herren weiß um die Endlichkeit der Rohstoffe und die Nahrungsmittelknappheit. Deshalb startete er in Kenia ein Projekt, dass Nahrungsmittel ohne künstlichen Dünger herstellt - umweltverträglich und nachhaltig. Ein Hoffnungsschimmer.

Quelle: ZDF - Abenetuer Wissen
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